Rechtliche Betreuung

Das Betreuungsbüro Günther führt die rechtliche Betreuung nach §§ 1896 ff. BGB durch. Zudem können Sie sich bei der Erstellung von Vorsorge- und Patientenverfügungen beraten lassen. Unsere Büroräume befinden sich in Spandau und in Potsdam. Rechtliche Betreuungen werden in den Amtsgerichtsbezirken Spandau, Wedding und Potsdam durchgeführt. Unser Büro ist Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 14 Uhr zu erreichen. In dringenden Fällen sprechen Sie bitte auf unseren Anrufbeantworter. Wir werden Sie umgehend zurückrufen.

Was beinhaltet eine rechtliche Betreuung

Volljährige, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst besorgen können, bekommen eine Rechtsbetreuerin, einen Rechtsbetreuer, wenn keine vorrangigen anderen Hilfen zur Verfügung stehen und sich keine ehrenamtlichen Betreuerinnen, Betreuer finden lassen. Vorrang haben also immer zuerst Verwandte oder Bekannte der Betreuten, die dann als ehrenamtliche Betreuer eingesetzt werden, wenn sie dazu geeignet sind.

Wo stellt man einen Antrag auf Betreuung?

Eine Betreuung können Sie für sich selbst oder für eine andere Person bei Ihrem zuständigen Amtsgericht beantragen (https://service.berlin.de/dienstleistung/326840/standort/327489/). Dort bestimmen die dort tätigen Richterinnen und Richter wer rechtliche Betreuerin, rechtlicher Betreuer wird und wie lange die Betreuung dauern soll. Die Rechtspflegerinnen, die Rechtspfleger kontrollieren die Arbeit der rechtlichen Betreuerinnen, der rechtlichen Betreuer. Die Kosten der rechtlichen Betreuung muss der Betreute selbst zahlen. Nur wenn ihm das nicht möglich ist, übernimmt die Staatskasse die Kosten.

Pflichten innerhalb der Betreuung

Die Pflichten des Betreuers ergeben sich aus § 1901 BGB und nach § 1906 BGB. Daraus folgt, dass sich die Betreuerin, der Betreuer an das „Wohl des Betreuten“ auszurichten hat. Aus Art. 2 Absatz 1 GG Selbstbestimmungsrecht eribt sich weiter, dass sich grundsätzlich an den Willen des Betreuten gehalten werden muss. Gemäß § 104 BGB kann die freie Willensbestimmung nur im Zustand der Bewusstlosigkeit oder krankhafter oder vorübergehender Störung der Geistestätigkeit dauerhaft oder vorübergehend unmöglich sein, auch mit Folge der Geschäftsunfähigkeit.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.